Herrschaft und Landschaft
Macht und Teilhabe

Teilhabe – Dabeisein, Mitbestimmen, an der Gestaltung der politischen und sozialen Wirklichkeit (An)teilhaben: Darum geht es in der neuen Dauerausstellung. Was uns heute als Möglichkeit selbstverständlich erscheint, wurde tatsächlich über Jahrhunderte errungen. Doch auch „früher“ waren die Landesherren in den historischen Territorien Niedersachsens keineswegs Alleinherrrscher.

Dem „Glanz der Herzöge“ eine andere Perspektive entgegensetzen – das ist der Ausgangspunkt der neuen Dauerausstellung, die ab dem 15.7. zu sehen ist. Sie zeigt an ausgewählten Stationen die Geschichte von politischer und gesellschaftlicher Teilhabe, von der mittelalterlichen Stände­gesellschaft bis zur heutigen Demokratie.

Einen roten Faden bilden darin die historischen Landschaften,“ die es europaweit nur noch in Niedersachsen gibt. Sie entstanden im Mittelalter als Zusammenschluss der wirtschaftlich einflussreichsten Schichten - Klerus, ritterschaftlicher Adel und Städte – und vertraten deren Interessen eigenständig gegenüber dem Landesherrn.

Station "Medien" in der Ausstellung

Von ihren mittelalterlichen ersten „Landtagen“ bis zu den demokratisch legitimierten Parlamenten heutiger Zeit war es ein langer und keineswegs kontinuierlicher Weg. Und doch bildet die Geschichte der Landschaften eine der Wurzeln unseres heutigen Parlamentarismus.

Das Celler Schloss präsentiert sich damit künftig nicht nur als Ort niedersächsischer Landesgeschichte, sondern auch als Forum für parlamentarisch-demokratische Diskussion.

In sechs großen Kapiteln zeigt die Ausstellung, was Herrschaft bestimmt und was sie verändert.

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Informieren und Mitdiskutieren!

Die Ausstellung will zum Nachdenken anregen über Teilhabe und eigene Möglichkeiten der gesellschaftlichen und politischen Mitgestaltung. Wichtiger Bestandteil ist deshalb das multifunktionelle Forum. Es bildet eine dynamische Schnittstelle zu Schulen, diversen Bildungseinrichtungen und Gruppen der Stadtgesellschaft, die sich hier selbst einbringen und die Themen der Ausstellung weiter entwickeln können. Insbesondere Schüler*innen können hier die in der Ausstellung angesprochenen Themen unter selbstbestimmter Einbindung von didaktisch aufbereiteten Informationen lebendig und aktiv zu diskutieren und eigene Themen und Inhalte zu präsentieren.

Kurator*innen: Juliane Schmieglitz-Otten, Wencke Hinz, Rahel Achterberg , Michelle Bappert
Gestaltung: Homann Güner Blum – Visuelle Kommunikation