Edition des „Königsmarck-Briefwechsels“
Wissenschaftliche Erschließung eines bedeutenden Briefbestandes

Die fast 300 Briefe umfassende erhaltene Korrespondenz zwischen der Kurprinzessin Sophie Dorothea zu Braunschweig-Lüneburg (1666–1726) und Philipp Christoph Graf von Königsmarck (1661–1694) ist einer der berühmtesten Briefwechsel des ausgehenden 17. Jahrhunderts.

Königsmarck-Briefwechsel

Als einzigartiges Zeugnis des Gefühlslebens zweier Menschen des Barock berührt diese Korrespondenz auch heutige Leser. Zugleich spiegeln die Briefe die Lebensumstände am hannoverschen Hof in einer politisch ambitionierten Zeit, in der es um den dynastischen Aufstieg des Hauses, die Anerkennung der Kurwürde und schließlich den Anspruch auf die britische Königskrone ging.

Trotz der – scheinbaren – Bekanntheit dieser Korrespondenz existiert bislang keine verlässliche Edition. Für neuere Veröffentlichungen kann bislang nur auf die 1952 von Georg Schnath herausgegebenen Regesten oder auf die wenigen existierenden  Übertragungen aus dem Französischen - frei von wissenschaftlichen Ansprüchen - in belletristischen Kontexten zurückgegriffen werden.

In den kommenden Jahren wird der hauptsächlich in Berlin und Lund/Schweden verwahrte Briefwechsel wissenschaftlich erschlossen, transkribiert und übersetzt.  Ziel ist  eine Veröffentlichung der originalen Brieftexte mit deutschen Übersetzungen sowie editorischem und kommentierendem Anmerkungsapparat, ergänzt um eine Darstellung des Hintergrunds der Entstehungs- sowie der Rezeptionsgeschichte der sogenannten Königsmarck-Affäre.   

 

Das Projekt wird ermöglicht dank der großzügigen Förderung durch die Hermann Reemtsma Stiftung, Hamburg.

Dank der Unterstützung des Niedersächsischen Landesarchivs, Hannover, das ältere Kopien eines großen Teils der Briefe verwahrt, kann dieses Projekt trotz des in Pandemie-Zeiten erschwerten und teilweise unmöglichen Zugangs zu den erforderlichen Archiven begonnen werden.

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