Caroline Mathilde, Königin
London – Kopenhagen – Celle.

Aus Anlass des 250. Todestages der dänischen Königin Caroline Mathilde zeigte das Residenzmuseum in der Gotischen Halle eine Sonderausstellung, die das Leben der dänischen Königin Caroline Mathilde mithilfe gegenwärtiger Fragestellungen in den Blick nahm.

Sie ritt in Männerkleidung, war verheiratet mit einem psychisch labilen König und liebte einen revolutionären Arzt: die dänische Königin Caroline Mathilde. London, Kopenhagen und Celle sind die Lebensstationen der Welfenprinzessin, die in der Zeit der hannoversch-britischen Personalunion in England aufwuchs und nach Dänemark verheiratet wurde. Eine Liebesaffäre mit dem königlichen Leibarzt und Reformer Johann Friedrich Struensee wurde Caroline Mathilde zum Verhängnis. Gemeinsam hatten sie das Experiment gewagt, den dänischen Staat von einer absolutistischen Monarchie zu einem aufgeklärten Gemeinwesen auf sanfte Weise zu revolutionieren – und waren dramatisch gescheitert. Struensee wurde 1772 in Kopenhagen hingerichtet. Caroline Mathilde fand Exil in der ehemaligen Welfenresidenz Celle, wo sie am 10. Mai 1775 mit nur 23 Jahren starb.