ResidenzKlänge: Der Farinelli des Nordens

Ort: Rittersaal

Konzert zum 275. Geburtstag der Königin Caroline Mathilde

 

22. Juli 2026

19.00 Uhr

Rittersaal im Celler Schloss

Kosten: 18,00 € / erm. 15,00 €

 

Tickets sind online, am Schloss-Counter, an der Celler Tourist-Information, an allen Reservix-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.
(An der Abendkasse ist ausschließlich Barzahlung möglich)

 

Zur Buchung

Er sang sich an der Gänsemarktoper in die Herzen der „Adelichen, als auch angesehensten Bürgerlichen Häuser“, gab Musikunterricht und komponierte: Filippo Finazzi, 1705 als Sohn eines Juristen bei Bergamo geboren, wurde in Rom, Neapel und Venedig in Gesang ausgebildet. Mit einer reisenden Operntruppe kam er 1744 nach Hamburg. Hier mag er Bekanntschaft geschlossen haben mit dem dänischen Königspaar, denn zwischen 1667 und 1671komponierte er eine Geburtstagskantate „Dies ist der Tag, den der Herr machet“ auf Caroline Mathilde (1751-1775) mit bislang unbekanntem Auftraggeber. Sechs Sinfonien und zahlreiche Arien und Kantaten zeugen von der umfassenden Musikalität dieses Ausnahmesängers, der den Glamour von Italiens Opern nach Hamburg brachte.

 

mit
Kerstin Dietl, Sopran
Hamburger Ratsmusik
Christoph Heidemann, Iris Maron, Barockviolinen
Sven Holger Philippsen, Barockvioloncello
Anke Dennert, Cembalo,

Ulrich Wedemeier, Chitarrone
Simone Eckert, Viola da gamba und Leitung

 

 

Das Ensemble

 

Nach ihrem Studium der Alten Musik an der Hochschule für Künste Bremen, sind die Werke des Barock die große Leidenschaft der Sopranistin Kerstin Dietl. Der Unterricht bei Gemma Bertagnolli und Peter Kooij wurde dahingehend noch durch die Arbeit mit Dorothee Mields, Paul Agnew und Sophie Daneman, sowie durch Meisterkurse bei Emma Kirkby und Gerd Türk vertieft. Ihre solistische Karriere führte die junge Sängerin bereits mit Ensembles wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Bremer Philharmonikern, dem Hathor Consort, sowie dem Ricercar Consort zusammen. So sang sie unter anderem unter Thomas Hengelbrock, Alondra de la Parra, Olof Boman, Ketil Haugsand, Florian Ludwig und Philippe Pierlot. Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist sie als begeisterte Ensemblesängerin ebenso Teil des Collegium Vocale Gent (Philippe Herreweghe) sowie des Balthasar Neumann Chores (Thomas Hengelbrock).

 

Website von Kerstin Dietl

 

 

Die Hamburger Ratsmusik blickt heute auf ein halbes Jahrtausend Musikgeschichte in Hamburg zurück, denn die Stadt beschäftigte erstmals im Jahr 1522 festangestellte Spielleute. 1991 von Simone Eckert wieder erweckt, knüpft das Ensemble an diese Tradition an und widmet sich nun seit 35 Jahren mit ungebrochenem Enthusiasmus der historisch informierten Aufführungspraxis auf originalen Instrumenten. Die Klanglichkeit ihrer seltenen, mehr als 300 Jahre alten Instrumente fasziniert und inspiriert Ratsmusikerinnen wie Publikum immer wieder aufs Neue.

 

Mit Hingabe recherchieren und erschließen die Musikerinnen das noch immer wenig bekannte Repertoire ihrer Vorgänger wie z.B. William Brade, Johann Schop, Dietrich Becker bis hin zu Georg Philipp Telemann und C.P.E. Bach.

In moderierten Konzerten, musikalischen Lesungen, mit CD- und Videoaufnahmen wird diese Musik wieder lebendig.

Hamburger Ratsmusik

Die ergänzende Zusammenarbeit mit internationalen Musikern aus Europa, China und dem Iran oder mit zeitgenössischen Komponisten inspirieren die Künstlerinnen zu immer neuen Programmkonzepten. Konzertreisen führen sie in viele Länder Europas, die USA, Japan und China. 40 CDs mit zumeist Welt-Ersteinspielungen für die Labels cpo, Hänssler, Carus, Thorofon, audite, NCA, Christophorus und Phoenix Editions sowie Aufnahmen für alle deutschen Rundfunksender und den ORF dokumentieren die Wiederentdeckungen des Ensembles von Musik aus Renaissance, Barock und Klassik.

 

2006 und 2010 wurde die Hamburger Ratsmusik mit dem Echo Klassik-Preis ausgezeichnet, 2016 mit dem RITTERPreis der Oscar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg. Die Hamburger Ratsmusik ist Partnerin der Hamburger Telemann Gesellschaft. Sie führt seit 2014 die eigene Konzertreihe elbwærts im KomponistenQuartier im Herzen Hamburgs. Künstlerresidenzen wie 2023 beim Heinrich Schütz-Musikfest, bis 2024 im KomponistenQuartier und 2025 bei den Internationalen Fasch- Festtagen in Zerbst ergänzen die vielfältigen Tätigkeiten des Ensembles.

 

Website der Hamburger Ratsmusik

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