Napoleon zwischen Celler Schloss und Bomann-Museum

Ort: Rittersaal, Celler Schloss

Model von Jérôme Napoléon, Porzellan, Manufaktur Fürstenberg, um 1812   © Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig

 

 

21.10.2021

 

 

15.00 Uhr und 16.00 Uhr

 

Führung

Führung durch die Ausstellung „Miniaturen der Zeit Napoleons aus der Sammlung Tansey“ durch die Kuratorin Juliane Schmieglitz-Otten

Bomann-Museum Celle

 

Teilnahme frei –

Anmeldung erforderlich: 05141 / 12 45 40

 

 

19:00 Uhr

 

Vortrag

Dr. Oliver Baustian

Das Aller-Departement (1810-1813) im Zeichen des napoleonischen Kontinentalsystems - eine neue Wirtschaftsordnung für Niedersachsen?!

Celler Schloss, Rittersaal

 

Eintritt frei.

 

 

 

Es gelten die 3G-Regeln

Der Zugang zum Konzert ist nach jetzigem Stand nur geimpft, genesen oder getestet möglich.

Bitte halten Sie am Einlass einen gültigen Nachweis bereit.

 

Vortrag in Kooperation mit „The Tansey Miniatures Foundation“

 

Dr. Oliver Baustian

 

Das Aller-Departement (1810-1813) im Zeichen des napoleonischen Kontinentalsystems - eine neue Wirtschaftsordnung für Niedersachsen?!

 

Rittersaal im Celler Schloss

 

 

In seinem Vortrag geht der Rechtshistoriker Oliver Baustian, dessen Schwerpunkt die deutsch-französischen Beziehungen im 18. und 19. Jahrhundert darstellen, auf die Zeit der „napoleonischen Besetzung“ ein.

Celle lag im sogenannten „Aller-Departement“, das Teil des 1807 von Napoleon gegründete Königreichs Westphalen war.

 

Für seine Studie über Wirtschaftspolitik, Zollorganisation und Außenhandelsbeziehungen wertete Baustian umfangreiches und in dieser Hinsicht bislang unberücksichtigtes Aktenmaterial aus deutschen und französischen Archiven aus. Dabei entwirft er das detailreiche Wirtschaftsprofil dieses französischen Modellstaates in Deutschland zwischen Integration in das ›système continental‹ und dessen Ablehnung. Zugleich widerlegt Baustian die These, Napoleon habe die wirtschaftlichen Interessen seiner Verbündeten generell missachtet.  Durch seine nicht systemkonforme Haltung im Handelskrieg trug der »Modellstaat« Westphalen jedoch letztlich zur Schwächung der napoleonischen Wirtschaftsordnung bei.

 

 

Der Vortrag steht im Zusammenhang mit der derzeitigen Sonderausstellung im Bomann-Museum „Miniaturen der Zeit Napoleons aus der Sammlung Tansey“.  Diese 7. Epochenausstellung aus der international bedeutenden Sammlung Tansey rückt die Bildnisminiatur der Zeit des französischen Herrschers Napoleon Bonaparte in den Mittelpunkt.  Insgesamt 147 Werke sind in der ausstellungstechnisch anspruchsvollen Präsentation zu sehen.

 

Das deutsch-amerikanische Ehepaar Lieselotte und Ernest Tansey legte den Grundstein für seine Sammlung vor mehr als fünfzig Jahren. Aus der Passion entstand im Laufe der Zeit eine der umfangreichsten und qualitativ bedeutendsten Kollektionen europäischer Bildnisminiaturen. Nach dem Tod des Sammlerehepaares ging der Bestand in die 2016 von beiden ins Leben gerufenen Stiftung „The Tansey Miniatures Foundation“ über.

 

 

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